Chilis im Winter mit Kunstlicht züchten

Da ich immer wieder gefragt werde, ob man Chilis auch schon im Winter aussäen kann, habe ich mir nun mal die Zeit genommen um die wichtigsten Fakten zur Zucht von Chilis im Winter unter Kunstlich, zusammen zu tragen.

Chilis im Winter züchten: „Ohne Kunstlicht – kein Erfolg bei der Zucht!“

Wortwolke Chilis im Winter züchten mit KunstlichtErst einmal, warum sollte man denn überhaupt im Winter Chilis aussäen, wenn man auch im Sommer, mit deutlich weniger Aufwand Chilis züchten kann? Natürlich gibt es einige objektive Gründe, wie z.B. das die Chilipflanzen deutlich mehr Zeit haben zu wachsen, wenn sie schon Anfang Januar ausgesät werden und die Früchte dann auch deutlich länger reifen können. Bei den meisten Chilizüchtern besteht aber wohl einfach der Wunsch, ganzjährig Chilis aussäen zu können und auch zu ernten und nicht auf die warmen Sommertemperaturen angewiesen zu sein und somit das ganze Jahr Spaß am feurigen Hobby zu haben.

Da aber in Deutschland die Sonne im Dezember und Januar längst nicht ausreicht um Chilis ohne künstliche Pflanzenlampen zu züchten, sind einige zusätzliche Vorkehrungen nötig um gesunde Chilipflanzen zu bekommen:

  • Wärme: Chilipflanzen brauchen immer genügend Wärme für das Wachstum. Normalerweise sind immer so um die 20 bis 23 Grad notwendig. Deshalb solltet ihr darauf achten, dass die Pflanzen am besten nahe an einer Heizung stehen und vor kalter Zugluft vom Fenster geschützt sind. Um immer eine gleichbleibende Temperatur garantieren zu können, empfiehlt es sich eine Heizmatte zu nutzen. Diese sorgt für eine konstante Temperatur und ein gesundes Wachstum der Wurzeln.
  • Licht: Chilis benötigen am Tag so um die 12 Stunden Beleuchtung. Zur Beleuchtung eignen sich natürlich längst nicht alle Lampen, das Farbspektrum der Lampen muss stimmen und auch die Energiekosten sind nicht zu verlässigen. Für weitere Infos zu der Beleuchtung der Chilis mit Kunstlicht, guck dir einfach meinen Beitrag zum Thema Kunstlicht an.

Das Gleichgewicht an Nährstoffen ist entscheidend

Für ein gesundes Wachstum ist das Gleichgewicht an Nährstoffen, Wasser und Licht entscheidend. Eine Gefahr einer Aussaat unter Kunstlicht ist auf jeden Fall, dass die Pflanzen entweder sehr kümmerlich wachsen oder aber sehr dünn und lang werden. Dies ist vor allem der Fall, wenn das Licht nicht stark genug ist oder aber nicht das richtige Spe

Meine Erfahrung: „Je kompakter das Wachstum eurer Chilipflanzen am Anfang, umso gesünder ist die Pflanze später und umso reicher die Chiliernte“.

Mein Tipp – Chiliaussaat im Aquarium!

Eine günstige Alternative zu einem Zimmergewächshaus ist ein altes Aquarium. Ich selbst habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Der Vorteil an einem Aquarium zur Aussaat ist, dass sich sehr gut die Wärme darin hält und die empflindlichen Keimlinge auch vor Zugluft geschützt sind. Ich habe mir dazu einfach ein gebrauchtes Glasbecken besorgt ohne Deckel und im Baumarkt eine passende Plexiglasscheibe. Zusätzlich habe ich dann eine Heizmatte eingebaut und für das Kabel kurzerhand eine kleine Öffnung in die Plexiglasscheibe geschnitten. Durch die Abdeckung schafft man es, eine hohe Luftfeuchtigkeit in dem Aquarium zu erreichen. Zur Aussaat eignet sich am besten spezielle Anzuchterde, die auf die Bedürfnisse zur Aussaat ausgerichtet ist.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass man einen Schrank umbaut und von innen mit Pflanzlampen bestückt und mit reflketktierender Farbe streicht. Dabei ist natürlich Vorsicht bei der Hitzenentwicklung geboten, was auch der Grund für mich ist, auf diese Variante zu verzichten.

Einen interessanten Beitrag zur Anzucht von Keimlingen unter Kunstlicht bietet auch der Selbstversorgerblog.